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Menschen zu Christus führen

Bischof Dr. Georg Bätzing weiht Moritz Hemsteg im Limburger Dom zum Priester
Menschen zu Christus führen
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© Bistum Limburg

Sich ein Herz fassen, persönliche Fähigkeiten zum Wohl der Menschen nutzen, ihnen Mut machen, ihr Leben in die Hand zu nehmen, und sie zu Christus führen: Dazu hat Bischof Dr. Georg Bätzing den neugeweihten Priester Moritz Hemsteg aufgerufen. „Bis heute macht das den Kern des priesterlichen Dienstes aus: Die persönlichen Gaben und Fähigkeiten einsetzen, um andere Menschen mit Christus in Verbindung zu bringen; und die Schätze der Kirche nutzen, die Heilige Schrift, die Sakramente, das Glaubensbekenntnis, das Beispiel der Heiligen, um Menschen Mut zu machen ihr Leben in die Hand zu nehmen und aus der Hand zu geben, um es für Christus einzusetzen“, sagte Bätzing bei der Priesterweihe am Pfingstsamstag, 30. Mai, im Limburger Dom. Durch seinen priesterlichen Dienst müssten Menschen befähigt werden, in Christus Heimat und Geborgenheit zu finden. „Dann ist er fruchtbar. Dann strebt das gute Werk der Priesterweihe, mit dem wir heute den Anfang machen, seiner Vollendung zu.“ Der Bischof weihte den 27-jährigen Hofheimer im Limburger Dom durch Handauflegung und Gebet zum Priester. Etwa 70 Personen, darunter Familie und Freunde von Hemsteg sowie Gläubige aus den Pfarreien Hofheim und Idstein feierten den Gottesdienst mit. Die Priesterweihe wurde auch per Livestream ins Internet übertragen.   

Beheimatet im Himmel

In seiner Predigt erinnerte Bätzing an den heiligen Paulus und den heiligen Augustinus von Hippo, die für den Neupriester Leitbilder seien. Von Paulus stammt der Weihespruch Hemstegs, die Einladungskarte zeigt Augustinus, den Kirchenlehrer des Abendlandes. „Beide große Gestalten am Wurzelgrund der Kirche haben eine Bekehrung erlebt. Beide haben nach bewegter Jugend um das dreißigste Lebensjahr herum einen Entschluss gefasst: Ich gehöre zu Christus. Er soll mich prägen. Er soll über mich verfügen“, sagte Bätzing. Christus selbst habe sie in den Dienst genommen, „damit sie vielen auf dem Weg zur himmlischen Heimat Orientierung geben“.

Eine Heimat, die prägt

Christus als Lebensmittelpunkt zu sehen, drückt auch der Weihespruch Hemstegs, „Unsere Heimat ist im Himmel“, aus dem Philipperbrief (Phil 3,20) aus. Als Paulus der Gemeinde in Mazedonien, seiner ersten Gründung auf europäischen Boden, den Brief schrieb, drohte ihm die Verurteilung zum Tode. In dieser extrem kritischen Situation habe sich der Apostel, so Bätzing, ein Herz gefasst und den engen Vertrauten ein Zeugnis von dem gegeben, was ihm wichtig gewesen sei. „Da fällt alles ab, was nicht wesentlich ist. Da wird alles relativ, um was man sich alltäglich den Kopf zerbricht. Da schält sich der Kern eines Lebens und einer Berufung heraus: Ich jage nach dem Siegespreis, der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus“, sagte Bätzing. „Damit macht er den Gläubigen in Mazedonien Mut in ihrer Angefochtenheit.“ Es zeige sich aber auch, wie sehr diese Heimat prägen könne. „Die innere Berufung zieht und erzieht. Unsere Heimat ist im Himmel. Denn da lebt unser Herr und Retter.“

  • Predigt von Bischof Dr. Georg Bätzing zum Download

Zur Person: Moritz Hemsteg wurde 1993 in Wesel am Rhein geboren. Zur Grundschulzeit zog die Familie nach Hofheim am Taunus. Nach seinem Abitur 2012 studierte er bis 2017 in Sankt Georgen in Frankfurt sowie in Boston in den USA Katholische Theologie. 2019 wurde er zum Diakon geweiht. Als Diakon wirkt er in der Pfarrei St. Martin Idsteiner Land in Idstein. Hemsteg wird als Kaplan in die Pfarrei Liebfrauen Westerburg eingesetzt sein.

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